Monat: April 2017

20 Apr 2017
Vorsteuerabzug

Vorsteuerabzug gefährdet?

Das Finanzamt hat Ihnen in der letzten Betriebsprüfung Vorsteuern (aus nicht ordnungsgemäßen Rechnungen) gestrichen? Wenn Sie Ihre Unterlagen von Steuerberater zurück erhalten, sind da ständig gelbe Zettel auf Ihren Eingangsrechnungen?

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie das Finanzamt  mit Ihren Eingangsrechnungen zufrieden ist, und wie Sie Ihre Unterlagen ohne lästige Klebezettel vom Steuerberater zurückerhalten.

Warum eine ordnungsgemäße Rechnung?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass eine Eingangsrechnung bestimmten Formalien* entsprechen muss, um die Vorsteuer** beim Finanzamt geltend machen zu können. Wenn diese Voraussetzungen nicht vorliegen, kann das Finanzamt den Vorsteuerabzug versagen. Nicht ordnungsgemäße Rechnungen können jedoch jederzeit vom Rechnungsaussteller berichtigt werden. Jetzt könnte man meinen, dann lässt man die Rechnungen korrigieren, wenn das Finanzamt Rechnungen nicht anerkannt hat. Wenn der Rechnungsaussteller aber insolvent oder nicht mehr auffindbar ist, dann kann die Rechnung nicht mehr berichtigt werden……also besser vorher auf die korrekte Rechnung achten!

Wie muss eine ordnungsgemäße Rechnung aussehen?

Eine ordnungsgemäße Rechnung (ab einem Betrag von derzeit 150 €) muss folgende Angaben enthalten:

Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Rechnungsausstellers und des Rechnungsempfängers

Mit vollständig ist auch wirklich vollständig gemeint! Es müssen der Vorname (ausgeschrieben, nicht abgekürzt), der Nachname und die Anschrift des Rechnungsausstellers und des Rechnungsempfängers angegeben sein.

Die Firmenbezeichnung z.B. “Ihr Handwerker aus Buchholz” reicht nicht aus, richtig wäre z.B. “Max Blume”.

 

Rechnung
So ist es falsch!
Max Blume
So ist es richtig!

Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Auf der Rechnung muss die Steuernummer des Rechnungsausstellers ausgewiesen sein. Die Nummer wird wahrscheinlich so aufgebaut sein: 12/345/67890. Abweichende Schreibweisen sind jedoch möglich.

 

Alternativ kann auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angegeben werden. Diese ist in Deutschland wie folgt aufgebaut: DE123456789. DE für das Land und neun weitere Ziffern.

Eine Steuernummer wie z.B. WV123 ist keine gültige Steuernummer!!!! 

 

Steuernummer
So ist es falsch!
Steuernummer
So ist es richtig!

 

Rechnungsgegenstand

In der Rechnung muss genau aufgelistet sein, über was abgerechnet wurde. Je detaillierter, desto besser. In der Rechnung können z.B. die gelieferten Waren stehen, oder eine Dienstleistung nach Stunden, eine Handwerkerleistung nach qm etc.

Pauschale Angaben sind nicht zulässig! Hier sehen Sie, wie man aus einer verkehrten Formulierung durch kurze Ergänzungen dem Finanzamt gerecht werden kann.

Beratung 375 €. -> Beratung im Zusammenhang einer Firmengründung (Rechtsformwahl, Vorbereitung Business-Plan) 5 Std á 75 €.

Malerarbeiten 1.000 € -> Büroräume streichen 100 qm á 10 €.

Werkzeug 500 € -> Leiter 100 €, Zollstock 50 €, Akku Schrauber Bosch 200 €, Säge 150 €.

Vorsteuerabzug gefährdet
So ist es falsch!
Steuersatz
So ist es richtig!

 

 

 

 

 

Zeitpunkt der Leistung

Auf der Rechnung muss immer angegeben sein, wann die Lieferung (also die Übergabe der Ware) oder die Dienstleistung erfolgt ist. Es kann ein Datum angegeben sein, wie z.B. 20.04.2017 oder der Monat 04/2017 oder auch ein Satz “das Leistungsdatum entspricht dem Lieferdatum”.

Das Rechnungsdatum ist aber nicht das Leistungsdatum, selbst wenn es das gleiche Datum ist.

Auch wenn Sie Ware direkt mitnehmen, z.B. aus dem Baumarkt muss ein Leistungsdatum vermerkt sein. Das Rechnungsdatum reicht nicht aus.

Steuernummer
So ist es richtig!

 

 

Steuersatz, Netto-Entgelt und Steuerbetrag

Der Steuersatz 19%, 7% etc., dass Netto-Entgelt und der Steuerbetrag  müssen angegeben sein.

Die Angabe “ermäßigter” oder “voller Steuersatz” reicht nicht aus!

Steuersatz
So ist es richtig!
Vorsteuerabzug gefährdet
So ist es falsch!

 

Übrige

Die übrigen aufgeführten Anforderungen an eine Rechnung sind meistens kein Problem.

  • Ausstellungsdatum
  • fortlaufende Rechnungsnummer
  • Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht
  • etc.

 

 

Was sollte man sich also merken?

 

Vorsteuerabzug
So reicht es aus!

… oder Sie schauen sich eine von mir ausgestellte Rechnung an 😉

 

HINWEIS: Dieser Beitrag ersetzt keine Beratung durch eine fachkundige Person. Es kann somit keine Haftung übernommen werden.

 

Für Rückfragen stehen mein Team und ich selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung!

13 Apr 2017
Lotse April 2014

Lotse April 2017

Die neue Ausgabe des Lotsen ist da! Hier eine kleine Zusammenfassung:

Das neue Erbschaftsteuerrecht – Auswirkungen auf Ihre Unternehmensnachfolge

In den letzten Jahren wurde das Erbschaftsteuerrecht mehrfach vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft und vom Gesetzgeber wurde eine neue Regelung gefordert. Ob das nun geltende Erbschaftsteuerrecht als verfassungsgemäß eingestuft wird? Ich kann es mir nicht vorstellen…

Man könnte es auch so betrachten: Die Zeit nach der Erbschaftsteuerreform ist gleichzeitig die Zeit vor der Erbschaftsteuerreform!

Die Vererbung von Unternehmen wird im Rahmen der Erbschaftsteuer begünstigt besteuert. Allerdings ist diese Begünstigung mehrfach Thema beim Bundesverfassungsgericht gewesen und die Begünstigungen wurden mehrfach reduziert. Im Moment ist es so, dass auf den zu besteuernden Unternehmenswert Abschläge vorgenommen werden. Diese Abschläge orientieren sich an der Anzahl der Mitarbeiter und an der Beibehaltung der Lohnsumme.

Im übrigen ist eine geplante Übergabe immer besser, als eine aufgrund eines Todesfalls! Bei Bedarf sprechen Sie mich gerne an.

 

Augen auf – damit Sie nicht über Fallen im Steuerrecht stolpern

Hier geht es nicht um Steuern zu sparen sondern um das – aus meiner Sicht – wichtigere Thema: unnötige (hohe!) Steuerzahlungen zu vermeiden.

Bitte ziehen Sie u.a. bei folgenden Entscheidungen immer vorher Ihre Steuerberaterin zu Rate, denn ansonsten kann es sehr teuer werden!

 

Für Unternehmen:

  • Verkauf von GmbH-Anteilen mit Verlustvortrag -> Verlustvortrag geht u.U. unter.
  • Der Gesellschafter-Geschäftsführer verzichtet auf seine Pension aus seiner GmbH -> Es wird ein fiktiver Zufluss besteuert.
  • Gesellschafter einer Personengesellschaft scheidet unterjährig aus der Gesellschaft aus -> Der Ausscheidende bekommt keine GewSt-Anrechnung.
  • Elektronische Kasse entspricht nicht den Anforderungen (seit 2017) -> Die Buchführung ist nicht ordnungsgemäß, das Finanzamt kann zuschätzen.

Für Immobilienbesitzer:

  • Umfassende Renovierung einer gebrauchten Immobilie innerhalb von 3 Jahren nach Kauf -> Die Erhaltungsaufwendungen können nicht sofort geltend gemacht werden, sondern nur im Rahmen der Abschreibung.
  • Verkauf einer Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach Kauf -> Der Verkaufsgewinn ist steuerpflichtig.

Für Alle:

  • Verteilung einer Abfindung auf mehrere Jahre -> Die begünstigte Besteuerung kann nicht angewendet werden.

 

Gut so: Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung macht Datenschutz wichtiger

Im April 2016 hat das Europäische Parlament die EU-Datenschutz-Grundverordnung beschlossen. Diese ist gültig ab 25.05.2018 und wird das zur Zeit geltende Bundesdatenschutzgesetz ablösen. Es findet eine Verschärfung des Datenschutzes statt, um Bürgern mehr Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten zu verleihen. Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Einwilligung: Kunden und Mitarbeiter müssen ihre Einwilligung zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten erteilen. Ansonsten dürfen diese Daten nicht bearbeitet und nicht gespeichert werden.
  • Sicherstellung des “Rechts auf Vergessen”: Daten müssen u.a. gelöscht werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden oder der Betroffene seine Einwilligung widerruft.
  • Technische und organisatorische Maßnahmen: Durch technische und organisatorische Maßnahmen muss sichergestellt werden, dass die Daten vor ungewollten Zugriffen sicher sind.
  • Anzeigen bei Datenschutzpannen: Bei Datenschutzverstößen sind die Unternehmer verpflichtet, dies den Aufsichtsbehörden und den Betroffenen mitzuteilen.
  • Umsetzung und empfindliche Strafen: Bei Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen kann ein Bußgeld von bis zu 1 Million € bzw. 2% vom Jahresumsatz festgesetzt werden.

 

Im Dienste Ihrer GmbH – was James Bond kann, ist für den GmbH-Geschäftsführer Pflicht

Bei den klassischen GmbHs ist der Geschäftsführer gleichzeitig der einzige Gesellschafter der GmbH. Zwischen der GmbH und dem Geschäftsführer muss in diesen Fällen ein Dienstvertrag abgeschlossen werden. Ein Arbeitsvertrag kann hier aufgrund der beherrschenden Stellung des Gesellschafter-Geschäftsführers nicht geschlossen werden. Daher finden folgende Gesetze beim Geschäftsführer keine Anwendung: Arbeitszeitgesetz, Arbeitnehmerfindungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitnehmerschutz bei Betriebsübergang, Bundesurlaubsgesetz, Kündigungsschutzgesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz und das Vermögensbildungsgesetz.

Frühjahresputz durch Büro-Kaizen

Kaizen ist ein japanisches Prinzip und bedeutet: kontinuierliche Verbesserung.

Bei Büro-Kaizen geht es darum das Büro zu optimieren um schneller, besser und dabei aber auch entspannter arbeiten zu können. Man sagt, dass hierdurch eine Effizienzsteigerung von 5 bis 20%, eine Flächenersparnis von 30%, eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit von 20% und eine Reduzierung von Suchzeiten von 15 % zu erreichen ist.

Hier ein paar Tipps (Auswahl) zum Ausprobieren:

  • Posteingang: Jeder Mitarbeiter bekommt genau einen Posteingangskorb, entweder zentral oder am Arbeitsplatz des Mitarbeiters. Hierdurch muss der Mitarbeiter sich nicht durch lose Zettel an seinem Arbeitsplatz durchwühlen und es geht nichts verloren.
  • Umgang mit Post und Emails: Verarbeiten statt sichten -> Jede Eingang wird nur einmal angefasst. Entweder wird der Vorgang abgelegt, vernichtet, weitergeleitet, erledigt (wenn innerhalb von 5 Minuten machbar) oder terminiert (wenn nicht innerhalb von 5 Minuten machbar). Hierdurch haben Sie immer einen leeren Posteingang und sparen Zeit dadurch, dass Sie Posteingänge nicht mehrfach durchsehen müssen.
  • Einheitliches Ablagesystem: Ein einheitliche “Zwischenablage” für Unterlagen die terminiert worden sind. So haben alle Zugriff auf die Unterlagen und finden sich schnell zurecht.
  • Büroutensilien: Geben Sie allen Dingen eine Heimat, damit nichts mehr herrenlos herumliegt.

 

Insider: Letztes Jahr war ich mal wieder sehr genervt von meiner Zettelwirtschaft und der E-Mail-Flut und habe nach Hilfe im Internet gesucht. Dabei bin ich über den Autoren Jürgen Kurz gestolpert, der sich hauptberuflich mit der Effizienz im Büro-Alltag einsetzt. Dabei nutzt er das Kaizen Prinzip. Ich habe mir seine beiden Bücher “Für immer aufgeräumt – auch digital” und “Für immer aufgeräumt” bestellt und innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Anschließend habe ich nach seinen Vorschlägen meinen Arbeitsplatz aufgeräumt und umorganisiert.

Ich habe nur noch einen Posteingangskorb, den ich i.d.R. täglich leere und die Eingänge – wie oben beschrieben – abarbeite. Als Zwischenablage dient mir eine Hängeregistratur und ein Inhaltsverzeichnis. Ich bin sehr zufrieden mit diesem System und kann es Ihnen nur ans Herz legen!

 

Mitarbeiterführung: Die 7 Eigenschaften, die einen guten Chef und eine gute Chefin auszeichnen

Der Erfolg eines Unternehmens hängt wesentlich vom Engagement und der Leistung der Mitarbeiter ab. Umso wichtiger ist es, als Chef/Chefin die Mitarbeiter gut zu führen um das Potenzial der Mitarbeiter zu entfalten.

Mit diesen Eigenschaften gelingt eine gute Führung:

  • Seien Sie glaubwürdig
  • Halten Sie Zusagen ein
  • Zeigen Sie Entscheidungsfreude
  • Delegieren Sie Kompetenzen und Verantwortung
  • Zeigen Sie Veränderungsbereitschaft
  • Würdigen Sie das Wissen der Mitarbeiter
  • Zeigen Sie sich menschlich und mit Sinn für Humor

 

Glossarium Tributum – Steuerrecht für Anfänger

Die Redakteure des Lotsen haben sich Gedanken zu neuen kreativen Steuern gemacht:

  • Die Katzensteuer (Hundesteuer und Pferdesteuer gibt es bereits schon!)
  • Die Fahrrad-Maut
  • Die Sauerstoff-Steuer (in manchen Ländern wurden bereits Trinkwasserquellen privatisiert…)

Wer weis, vielleicht wird es diese Steuern in der Zukunft irgendwann mal geben. Ausschließen kann man es nicht…

 

 

Wenn Sie nicht nur die Zusammenfassung sondern die ganze Zeitschrift lesen möchten, dann klicken Sie bitte hier.

Welcher Artikel hat Ihnen besonders gefallen? Mein Favorit ist der Frühjahresputz durch Büro-Kaizen!

06 Apr 2017
Steuerberaterin

Steckbrief Anja Kiphuth

In diesem Blog-Beitrag möchte ich mich gerne vorstellen:

Mein beruflicher Werdegang:

Erste Erfahrungen

Meine ersten Erfahrungen durfte ich bei meiner Mutter Karin Kiphuth in ihrem Buchhaltungsbüro sammeln. An den Wochenenden habe ich meiner Mutter manchmal im Büro geholfen, beim Kontieren von Buchhaltungen, bei der Ablage, beim Ordner einrichten etc. Mein Interesse war geweckt und ich beschloss, in die Fußstapfen meiner Mutter zu treten. Als Buchhalter darf man jedoch nur einen kleinen Teil des Steuerrechtes bearbeiten, so dass ich mich gegen die Buchhalterin und für die Steuerberaterin entschieden habe. Für die Ablegung der Steuerberaterprüfung ist ein Studium der Betriebswirtschaftslehre oder der Rechtswissenschaften erforderlich.

Ausbildung zur Steuerfachangestellten 1998-2001

Mir war sehr schnell klar, dass ich vor dem Studium eine Lehre abschließen wollte. Schließlich lernt man im Studium ja nur theoretische Grundlagen und keine praktischen Erfahrungen. Daher absolvierte ich zunächst eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten in einer Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Hamburg, der NTU. Kurz nach Beginn meiner Ausbildung hat dort eine Mitarbeiterin gekündigt. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen, da ich einen Teil Ihrer Aufgaben übernehmen musste. Hierdurch lernte ich jedoch in kurzer Zeit sehr viel, wofür ich -im Nachhinein- sehr dankbar bin.

Studium der Betriebswirtschaftslehre 2001-2005

Nach meiner Ausbildung bewarb ich mich um einen Studienplatz in Hamburg und Lüneburg. Leider wurde ich ein ZVK-Opfer (ZVK vergibt die Studienplätze) und mir wurde ein Studienplatz in Osnabrück zugewiesen. Im ersten Moment war ich darüber total geschockt, denn damit hatte ich ja nun nicht gerechnet. Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, dass ich hierdurch das Studium viel schneller abschließen konnte, da es keine Ablenkungen aus dem familiären Umfeld gab.

Arbeit als Steuerberater-Assistentin 2005-2007

Um die Steuerberaterprüfung ablegen zu dürfen, musste ich mindestens zwei Jahre bei einem Steuerberater tätig sein. Diese Zeit habe ich bei dem Steuerberater Dipl.-Kfm. Volker Heidrich in Reinbek verbringen dürfen. In dieser Zeit konnte ich sehr viel lernen, u.a. machte ich erste Erfahrungen im Bereich der Personalführung. Auch die steuerlichen Belange kamen nicht zu kurz, da das Büro ein paar sehr interessante und anspruchsvolle Mandanten betreut. Gleichzeitig musste ich mich auf die Steuerberater-Prüfung vorbereiten. Das Studium war hiergegen kalter Kaffee. Ich habe ein Jahr lang jede Woche 40 Stunden gearbeitet und 30 Stunden gelernt. Meine Familie und meine Freunde haben sich beschwert, weil sie mich nicht mehr zu Gesicht bekommen haben. Ich war sehr froh als ich die Prüfung bestanden hatte und endlich wieder leben konnte.

Eigene Kanzlei 02/2008

Am 26.02.2008 wurde ich zur Steuerberaterin bestellt und habe meine eigene Kanzlei in Lauenbrück gegründet. Im Februar 2009 habe ich das Buchhaltungsbüro meiner Mutter übernommen und gleichzeitig die neuen Räume in Buchholz bezogen.

Meine Aufgaben in der Kanzlei:

Meine zutreffendste Aufgabenbeschreibung lautet wohl: “Mädchen für Alles”!

  • Postaufmacherin
  • Kontrolleurin
  • EDV-Fachfrau
  • Helfer in der Not
  • Telefon-Hotline
  • Problemlöserin
  • Recherche
  • Steuerberaterin

Was liebe ich an meinem Beruf:

Mir macht der Umgang mit Menschen sehr viel Spaß. Es ist mir immer eine Freude, wenn ich Menschen im Steuer-Wahnsinn helfen kann. Auch der Umgang mit Zahlen und immer neuerer Technik gefällt mir sehr. Zudem wird dieser Beruf nie langweilig, denn die Regierung erfreut uns mit immer neuen Gesetzen! Nicht zuletzt ist die Führung einer eigenen Kanzlei mit all den Problemchen eine stete Herausforderung, die ich gerne meistere.

Meine Hobbies:

Reisen

Ich lege sehr viel Wert auf meine Freizeit um einen Ausgleich zum Kanzlei-Stress zu haben. In früheren Jahren war mir dies nicht so wichtig. Mittlerweile habe ich aber feststellen müssen, dass man besser arbeiten kann, wenn man ausgeglichen und nicht überarbeitet ist. In meiner Freizeit reisen mein Mann, ich und unsere Hündin Jule sehr gerne mit unserem Wohnmobil durch Europa. Insbesondere die nordischen Länder haben es uns angetan. Auch an den Wochenende geht es -sofern wir es einrichten können – immer irgendwo-hin, Hauptsache weg.

Lesen

Zudem lese ich unheimlich gerne und zum Missfallen meines Mannes auch gerne im Bett. Ohne ein paar Seiten vor dem Schlafengehen, kann ich schlecht einschlafen. Am liebsten lese ich Fantasy oder Science Fiction Romane. Mittlerweile lese ich online, allerdings mit meinem Handy. Denn das habe ich (fast) immer dabei!

Mein Lieblings-Zitat:

Mein Lieblings-Zitat stammt von Oliver Twain (1835-1910) und lautet:

“In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. (…)”

Leider lebe ich viel zu wenig nach diesem Zitat. Ich nehme es mir aber immer wieder vor.