Schlagwort: Lotse

03 Aug 2017
Lotse Juli 2017

Lotse Juli 2017

Die neue Ausgabe des Lotsen ist da! Hier eine kleine Zusammenfassung:

Jeder bringt was mit – „bring your own device“

Spricht eigentlich etwas dagegen, sein eigenes Smartphone oder Tablet bei der Arbeit (für betriebliche Zwecke) zu nutzen? Die klare Antwort ist Jein!

Damit man sein eigenes (privates) Smartphone oder Tablet betrieblich nutzen kann, muss der Arbeitgeber zustimmen. Damit ist es aber noch nicht getan, der Datenschutz ist ja auch noch da…. Zum einen muss sichergestellt werden, dass betriebliche und private Sachverhalte getrennt werden. Denn der Arbeitgeber hat nur das Recht, z.B. betriebliche Mails zu lesen. Zum anderen muss es möglich sein, die betrieblichen Daten bei Verlust/Diebstahl des Smartphones oder Tablets aus der Ferne zu löschen.

Für mich ist die bessere Alternative die Stellung des Smartphones oder Tablets durch den Arbeitgeber. Auch hier muss allerdings geklärt werden, wie das Gerät genutzt werden darf. Die nur betriebliche Nutzung ist sicherlich am einfachsten; der Arbeitgeber hat dann umfangreiche Kontrollrechte.  Die private Nutzung kann der Arbeitgeber auch gestatten; die Zugriffsrechte durch den Arbeitgeber sind dann aber auf die betrieblichen Sachverhalte beschränkt. Positiv ist hier aber, dass der Vorteil aus der privaten Nutzung steuer- und sozialversicherungsfrei ist (Stichwort: Netto-Lohnoptimierung)!

Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH in einer Person?

Kommen wir mal wieder auf mein „Lieblingsthema“ zu sprechen: Formalien.

Gerade bei einer Ein-Mann- oder Ein-Frau-GmbH könnte man meinen, Verträge zwischen Geschäftsführer, Gesellschafter und GmbH sind nicht wichtig. Es handelt sich ja schließlich immer um die gleiche Person. Aber weit gefehlt: gerade in solchen Konstellationen sind ordnungsgemäße Verträge u.U. überlebenswichtig!

  • Damit man in solchen Konstellationen überhaupt Verträge mit sich selbst abschließen darf, muss das sogenannte „Selbstkontrahierungsverbot“ (gesetzliches Verbot mit sich selber Geschäfte abzuschließen) im Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen sein. Ansonsten werden die Verträge rechtlich nicht gültig!
  • Jeglicher Vertrag, aber auch jede Änderung muss im Vorhinein und schriftlich vereinbart sein. Z.B. eine Tantiemeregelung 2017 muss vor dem 01.01.2017 vereinbart werden.
  • Eine Nebentätigkeit des Geschäftsführers muss genehmigt sein, ansonsten gehören diese Einnahmen der GmbH.

Steuervorteile sichern

Das Jahr 2017 ist nun schon zur Hälfte vorbei. Für einige Steuertricks ist es leider schon zu spät für andere zum Glück noch nicht.

Zu spät ist es für:

  • Fahrtenbuch: Die Berechnung der privaten Kfz-Nutzung muss innerhalb des Jahres (Kalenderjahr 01.01.-31.12) nach der gleichen Regel berechnet werden. Man kann also nicht mitten im Jahr von 1%-Regel auf Fahrtenbuch wechseln. Aber 2018 ist ja auch noch ein Jahr!
  • höhere Tantieme: Die höhere Tantieme hätte bereits vor dem 01.01.2017 vertraglich vereinbart werden müssen.

Nicht zu spät ist es für:

  • Einhaltung der Kleinunternehmerregelung: Damit in 2018 weiterhin die Kleinunternehmerregelung zum Einsatz kommen kann, dürfen die Einnahmen 2017 den Betrag von 17.500 € nicht übersteigen. Und wenn es wahrscheinlich nicht passt: einfach den Dezember nicht arbeiten. 🙂
  • Renovierungskosten (nur Arbeitslohn, max 6.000 €) und Haushaltsnahe Dienstleistungen (z.B. Gärtner, max 4.000 €) können in Höhe von 20 % der Dienstleistung direkt von der Steuer abgezogen werden.
  • Außergewöhnliche Belastungen (i.d.R. Krankheitskosten) werden nur zu einem Teil berücksichtigt. Es macht daher Sinn, solche Aufwendungen in einem Jahr zu bündeln.
  • Wenn Sie den Kauf einer Fotovoltaikanlage in 2018 planen, wäre es sinnvoll diese noch in 2017 zu bestellen. Stichwort: Investitionsabzugsbetrag.
  • Eventuell macht es auch Sinn, geplante Ausgaben in 2018 schon in 2017 durchzuführen (abhängig von der Gewinnermittlungsart).

Arbeitgeberhaftung in der betrieblichen Altersversorgung (BAV)

Aufgrund des sinkenden Rentenniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung ist eine zusätzliche Altersversorgung zwingend notwendig. Neben der privaten Altersversorgung ist auch eine betriebliche Altersversorgung möglich. Interessant hierbei ist, dass durch die Entgeltumwandlung für die betriebliche Altersversorgung keine Steuern und Sozialversicherung anfallen. Darüber hinaus kann der Arbeitgeber einen steuer- und sozialversicherungsfreien Zuschuss leisten.

Da die betriebliche Altersversorgung ein Teil des Arbeitsverhältnisses ist, haftet der Arbeitgeber –  aufgrund seiner Fürsorgepflichten –  für die erteilte Zusage. Die Haftung besteht sogar für externe Verträge (z.B. Direktversicherung).

Durch eine Versorgungsordnung kann der Arbeitgeber die Spielregeln der betrieblichen Altersversorgung (z.B. Wahl der Versicherungsgesellschaft) festlegen. Diese muss selbstverständlich allen Mitarbeitern bekannt gegeben werden. Die Vorstellung der betrieblichen Altersversorgung und auch die Entscheidung der Mitarbeiter sollte schriftlich dokumentiert werden.

Wenn eine Versorgungsordnung existiert, muss der Arbeitgeber bei einem neuen Mitarbeiter dessen alte betriebliche Altersversorgung nicht übernehmen. D.h. das Recht auf Portabilität kann hierdurch beschränkt werden. Da der Arbeitgeber in die Rechte und Pflichten des Vertrags eintritt und somit für den Vertrag haftet, ist eine Übernahme nicht unbedingt sinnvoll.

Selbstverständlich sollten auch bestehende bAV-Zusagen von Zeit zu Zeit geprüft werden. Insbesondere sollte die Vollständigkeit (z.B. Existenz von Entgeltumwandlungsvereinbarungen) der Unterlagen geprüft werden.

Home Office – Wie der Arbeitsplatz zu Hause für alle funktioniert

Der digitale Wandel macht es möglich: Home Office für alle. Damit das jedoch für alle Beteiligten funktioniert und nicht zum Desaster wird, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Vertrauenskultur
  • flexible Vertrauensarbeitszeit
  • klare Arbeitsziele
  • Cloud-Technologie und digitale Anwendungen
  • Zeitmanagement und Arbeitsdisziplin des Mitarbeiters
  • Klar abgegrenzter Arbeitsbereich in der Wohnung des Mitarbeiters
  • Kommunikation und Einbindung in das Unternehmensgeschehen.

Der Schritt von Präsenzkultur zur Vertrauenskultur sollte nicht ruckartig vollzogen werden. Denn es gibt einige Fallstricke zu beachten:

  • Bei der Arbeit von zu Hause fehlt die räumliche Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Es passiert dann schnell, dass der Mitarbeiter sich durch zu wenig Pausen oder dem Gefühl immer erreichbar zu sein, überfordert.
  • Eventuell müssen auch erstmal die technischen Voraussetzungen (Breitband-Internetanbindung) geprüft und verbessert werden.
  • Kommunikation von der persönlichen in die digitale Welt überführen, z.B. verbindliche Erreichbarkeit vereinbaren, Online Konferenzen durchführen.

Wenn Sie nicht nur die Zusammenfassung sondern die ganze Zeitschrift lesen möchten, dann klicken Sie bitte hier.

 

HINWEIS: Dieser Beitrag ersetzt keine Beratung durch eine fachkundige Person. Es kann somit keine Haftung übernommen werden.

Für Rückfragen stehen mein Team und ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

13 Apr 2017
Lotse April 2014

Lotse April 2017

Die neue Ausgabe des Lotsen ist da! Hier eine kleine Zusammenfassung:

Das neue Erbschaftsteuerrecht – Auswirkungen auf Ihre Unternehmensnachfolge

In den letzten Jahren wurde das Erbschaftsteuerrecht mehrfach vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft und vom Gesetzgeber wurde eine neue Regelung gefordert. Ob das nun geltende Erbschaftsteuerrecht als verfassungsgemäß eingestuft wird? Ich kann es mir nicht vorstellen…

Man könnte es auch so betrachten: Die Zeit nach der Erbschaftsteuerreform ist gleichzeitig die Zeit vor der Erbschaftsteuerreform!

Die Vererbung von Unternehmen wird im Rahmen der Erbschaftsteuer begünstigt besteuert. Allerdings ist diese Begünstigung mehrfach Thema beim Bundesverfassungsgericht gewesen und die Begünstigungen wurden mehrfach reduziert. Im Moment ist es so, dass auf den zu besteuernden Unternehmenswert Abschläge vorgenommen werden. Diese Abschläge orientieren sich an der Anzahl der Mitarbeiter und an der Beibehaltung der Lohnsumme.

Im übrigen ist eine geplante Übergabe immer besser, als eine aufgrund eines Todesfalls! Bei Bedarf sprechen Sie mich gerne an.

 

Augen auf – damit Sie nicht über Fallen im Steuerrecht stolpern

Hier geht es nicht um Steuern zu sparen sondern um das – aus meiner Sicht – wichtigere Thema: unnötige (hohe!) Steuerzahlungen zu vermeiden.

Bitte ziehen Sie u.a. bei folgenden Entscheidungen immer vorher Ihre Steuerberaterin zu Rate, denn ansonsten kann es sehr teuer werden!

 

Für Unternehmen:

  • Verkauf von GmbH-Anteilen mit Verlustvortrag -> Verlustvortrag geht u.U. unter.
  • Der Gesellschafter-Geschäftsführer verzichtet auf seine Pension aus seiner GmbH -> Es wird ein fiktiver Zufluss besteuert.
  • Gesellschafter einer Personengesellschaft scheidet unterjährig aus der Gesellschaft aus -> Der Ausscheidende bekommt keine GewSt-Anrechnung.
  • Elektronische Kasse entspricht nicht den Anforderungen (seit 2017) -> Die Buchführung ist nicht ordnungsgemäß, das Finanzamt kann zuschätzen.

Für Immobilienbesitzer:

  • Umfassende Renovierung einer gebrauchten Immobilie innerhalb von 3 Jahren nach Kauf -> Die Erhaltungsaufwendungen können nicht sofort geltend gemacht werden, sondern nur im Rahmen der Abschreibung.
  • Verkauf einer Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach Kauf -> Der Verkaufsgewinn ist steuerpflichtig.

Für Alle:

  • Verteilung einer Abfindung auf mehrere Jahre -> Die begünstigte Besteuerung kann nicht angewendet werden.

 

Gut so: Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung macht Datenschutz wichtiger

Im April 2016 hat das Europäische Parlament die EU-Datenschutz-Grundverordnung beschlossen. Diese ist gültig ab 25.05.2018 und wird das zur Zeit geltende Bundesdatenschutzgesetz ablösen. Es findet eine Verschärfung des Datenschutzes statt, um Bürgern mehr Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten zu verleihen. Hier die wichtigsten Änderungen:

  • Einwilligung: Kunden und Mitarbeiter müssen ihre Einwilligung zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten erteilen. Ansonsten dürfen diese Daten nicht bearbeitet und nicht gespeichert werden.
  • Sicherstellung des „Rechts auf Vergessen“: Daten müssen u.a. gelöscht werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden oder der Betroffene seine Einwilligung widerruft.
  • Technische und organisatorische Maßnahmen: Durch technische und organisatorische Maßnahmen muss sichergestellt werden, dass die Daten vor ungewollten Zugriffen sicher sind.
  • Anzeigen bei Datenschutzpannen: Bei Datenschutzverstößen sind die Unternehmer verpflichtet, dies den Aufsichtsbehörden und den Betroffenen mitzuteilen.
  • Umsetzung und empfindliche Strafen: Bei Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen kann ein Bußgeld von bis zu 1 Million € bzw. 2% vom Jahresumsatz festgesetzt werden.

 

Im Dienste Ihrer GmbH – was James Bond kann, ist für den GmbH-Geschäftsführer Pflicht

Bei den klassischen GmbHs ist der Geschäftsführer gleichzeitig der einzige Gesellschafter der GmbH. Zwischen der GmbH und dem Geschäftsführer muss in diesen Fällen ein Dienstvertrag abgeschlossen werden. Ein Arbeitsvertrag kann hier aufgrund der beherrschenden Stellung des Gesellschafter-Geschäftsführers nicht geschlossen werden. Daher finden folgende Gesetze beim Geschäftsführer keine Anwendung: Arbeitszeitgesetz, Arbeitnehmerfindungsgesetz, Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitnehmerschutz bei Betriebsübergang, Bundesurlaubsgesetz, Kündigungsschutzgesetz, Teilzeit- und Befristungsgesetz und das Vermögensbildungsgesetz.

Frühjahresputz durch Büro-Kaizen

Kaizen ist ein japanisches Prinzip und bedeutet: kontinuierliche Verbesserung.

Bei Büro-Kaizen geht es darum das Büro zu optimieren um schneller, besser und dabei aber auch entspannter arbeiten zu können. Man sagt, dass hierdurch eine Effizienzsteigerung von 5 bis 20%, eine Flächenersparnis von 30%, eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit von 20% und eine Reduzierung von Suchzeiten von 15 % zu erreichen ist.

Hier ein paar Tipps (Auswahl) zum Ausprobieren:

  • Posteingang: Jeder Mitarbeiter bekommt genau einen Posteingangskorb, entweder zentral oder am Arbeitsplatz des Mitarbeiters. Hierdurch muss der Mitarbeiter sich nicht durch lose Zettel an seinem Arbeitsplatz durchwühlen und es geht nichts verloren.
  • Umgang mit Post und Emails: Verarbeiten statt sichten -> Jede Eingang wird nur einmal angefasst. Entweder wird der Vorgang abgelegt, vernichtet, weitergeleitet, erledigt (wenn innerhalb von 5 Minuten machbar) oder terminiert (wenn nicht innerhalb von 5 Minuten machbar). Hierdurch haben Sie immer einen leeren Posteingang und sparen Zeit dadurch, dass Sie Posteingänge nicht mehrfach durchsehen müssen.
  • Einheitliches Ablagesystem: Ein einheitliche „Zwischenablage“ für Unterlagen die terminiert worden sind. So haben alle Zugriff auf die Unterlagen und finden sich schnell zurecht.
  • Büroutensilien: Geben Sie allen Dingen eine Heimat, damit nichts mehr herrenlos herumliegt.

 

Insider: Letztes Jahr war ich mal wieder sehr genervt von meiner Zettelwirtschaft und der E-Mail-Flut und habe nach Hilfe im Internet gesucht. Dabei bin ich über den Autoren Jürgen Kurz gestolpert, der sich hauptberuflich mit der Effizienz im Büro-Alltag einsetzt. Dabei nutzt er das Kaizen Prinzip. Ich habe mir seine beiden Bücher „Für immer aufgeräumt – auch digital“ und „Für immer aufgeräumt“ bestellt und innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Anschließend habe ich nach seinen Vorschlägen meinen Arbeitsplatz aufgeräumt und umorganisiert.

Ich habe nur noch einen Posteingangskorb, den ich i.d.R. täglich leere und die Eingänge – wie oben beschrieben – abarbeite. Als Zwischenablage dient mir eine Hängeregistratur und ein Inhaltsverzeichnis. Ich bin sehr zufrieden mit diesem System und kann es Ihnen nur ans Herz legen!

 

Mitarbeiterführung: Die 7 Eigenschaften, die einen guten Chef und eine gute Chefin auszeichnen

Der Erfolg eines Unternehmens hängt wesentlich vom Engagement und der Leistung der Mitarbeiter ab. Umso wichtiger ist es, als Chef/Chefin die Mitarbeiter gut zu führen um das Potenzial der Mitarbeiter zu entfalten.

Mit diesen Eigenschaften gelingt eine gute Führung:

  • Seien Sie glaubwürdig
  • Halten Sie Zusagen ein
  • Zeigen Sie Entscheidungsfreude
  • Delegieren Sie Kompetenzen und Verantwortung
  • Zeigen Sie Veränderungsbereitschaft
  • Würdigen Sie das Wissen der Mitarbeiter
  • Zeigen Sie sich menschlich und mit Sinn für Humor

 

Glossarium Tributum – Steuerrecht für Anfänger

Die Redakteure des Lotsen haben sich Gedanken zu neuen kreativen Steuern gemacht:

  • Die Katzensteuer (Hundesteuer und Pferdesteuer gibt es bereits schon!)
  • Die Fahrrad-Maut
  • Die Sauerstoff-Steuer (in manchen Ländern wurden bereits Trinkwasserquellen privatisiert…)

Wer weis, vielleicht wird es diese Steuern in der Zukunft irgendwann mal geben. Ausschließen kann man es nicht…

 

 

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