Kleinbetragsrechnung (max 250 €)

Kleinbetragsrechnung

Kleinbetragsrechnung (max 250 €)

In meinem Beitrag vom 20.04.2017 mit dem Titel „Vorsteuerabzug gefährdet“ habe ich Ihnen einen Überblick gegeben, wie eine ordnungsgemäße Rechnung auszusehen hat. Dann ist das Finanzamt glücklich und Sie damit auch, da Ihr Vorsteuerabzug nicht gefährdet ist. Das war aber nicht die ganze Wahrheit, denn es gibt tatsächlich eine Vereinfachungsvorschrift für sogenannte Kleinbetragsrechnungen.

Der Bundesrat hat am 12.05.2017 dem Bürokratieentlastungsgesetz II zugestimmt. Damit erhöht sich der Betrag für Kleinbetragsrechnungen von 150 € auf 250 €, RÜCKWIRKEND ab 01.01.2017. 🙂

Was muss eine Kleinbetragsrechnung an Angaben enthalten?

 

  • Vollständiger Name und vollständige Anschrift des Rechnungsausstellers (Mit vollständig ist auch wirklich vollständig gemeint! Es müssen der Vorname (ausgeschrieben, nicht abgekürzt), der Nachname und die Anschrift des Rechnungsausstellers angegeben sein.)
  • Austellungsdatum Datum der Rechnungsausstellung
  • Rechnungsgegenstand (In der Rechnung muss genau aufgelistet sein, über was abgerechnet wurde. Je detaillierter, desto besser. In der Rechnung können z.B. die gelieferten Waren stehen, oder eine Dienstleistung nach Stunden, eine Handwerkerleistung nach qm etc.)
  • Rechnungsbetrag und anzuwendenden Steuersatz (mit Steuersatz ist z.B. 19% gemeint, der Begriff „ermäßigter Steuersatz“ reicht nicht aus!)

Hinweis: Bei handschriftlichen Quittungen (z.B. Taxi) wird gerne der Steuersatz vergessen.

 

Welche Angaben sind NICHT notwendig?

 

  • Vollständiger Name und vollständige Anschrift des  Rechnungsempfängers
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • Netto-Entgelt und Steuerbetrag
  • Rechnungsnummer

 

HINWEIS: Dieser Beitrag ersetzt keine Beratung durch eine fachkundige Person. Es kann somit keine Haftung übernommen werden.

Für Rückfragen stehen mein Team und ich selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung!

 

 

Write a Comment